Grünes Israel: Baumspenden als Hoffnungszeichen
(26. Januar 2010/ fa.) - Seit 1901, als der Nationalsfond Keren Kayemeth Leisrael (KKL) in Basel gegründet wurde, eine Organisation die sich um die Schaffung einer intakten, lebenswerten Umwelt in Israel widmet, wurden in Israel mehr als 240 Millionen Bäume gepflanzt. Menschen aus Israel und aus vielen Ländern unterstützen diese Arbeit durch Baumspenden.
Israel war 1900 noch ein dürres Land. Es gab es gerade einmal 14 Quadratkilometer Waldfläche. Heute gibt es in Israel mit mehr als 855 Quadratkilometern ein Vielfaches davon. Damit sei Israel das einzige Land auf der Welt, in dem heute mehr Bäume stehen als vor hundert Jahren, berichtet Effi Stenzler vom Jüdischen Nationalfond (JNF).
Der JNF unterstützt die ökologischen Projekte der KKL. Mehr als 70 Prozent der Israelis haben bereits einen Baum im Land gepflanzt, 80 Prozent haben vor, in der nächsten Zeit einen Baum zu pflanzen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Jüdischen Nationalfond (JNF) hervor. In den kommenden zehn Jahren sollen sieben Millionen Bäume in Israel gepflanzt werden.
Der Nationalfond bietet auch die Möglichkeit, Baumpflanzungen über seine Internetseite http://www.jnf-kkl.de in Auftrag zu geben. Davon haben bislang rund 10.000 Spender aus 43 Ländern Gebrauch gemacht. Rund 50.000 Bäume wurden so gepflanzt, berichtet die Tageszeitung "Jediot Aharonot".
Wer Bäume für Israel spenden will, kann dies gezielt für ein bestimmtes Aufforstungsprojekt tun – wie etwa den „Willi Millowitsch Wald“ in Erinnerung an den beliebten deutschen Volksschauspieler, oder den Friedenswald Papst Johannes Paul II. Auch zu Ehren des ermordeten israelischen Ministerpräsidenten Yitzak Rabin und des Astronauten Ilan Ramon, der bei dem Absturz der Raumfähre Columbia ums Leben kam, wurden Wälder angelegt.
Man kann auch über die Internetseiteder KKL, http://www.kkl-ch.ch/ Bäume für Israel spenden. Hunderttausende Schweizer haben bereits einen oder mehrere Bäume für den „Tiberias Schweizerwald“ gespendet. Er wurde vor mehr als zwanzig Jahren vom damaligen Schweizer Aussenminister Pierre Aubert hoch über den Ufern des Sees Genezareth eingeweiht. Dieser Wald sei ein Projekt, das weltweit seinesgleichen suche, meinen die israelischen Forstwirte der KKL.
In der dürren Landschaft um Tiberias gedeiht dieser Wald, zu dem bereits mehrere Hunderttausend Bäume zählen, prächtig – weil so viele beherzte Schweizerinnen und Schweizer den KKL beauftragten, hier ihren persönlichen Baum zu pflanzen.
Auch bei Carmel gibt es einen „Schweizerwald“. In Eilat wurde ein Vogelschutzpark angelegt, bei Jerusalem ein „Garten aus biblischer Zeit“. Auch der Bau von Wasserreservoirs und Anlagen für Behinderte zählen zu der Arbeit von Keren Kayemeth Leisrael.
Die Baumpflanzungen haben in Israel einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Zum Jüdischen Neujahrsfest, das jetzt wieder bevorsteht, werden traditionell Bäume gepflanzt. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass Israel in umfassendem Sinn eine gute Zukunft hat.
Israelische Forstexperten entwickeln Methoden, um hier dauerhafte Wälder zu begründen und haben ein beträchtliches Fachwissen entwickeln können. So entwickelten die Fachleute beispielsweise Methoden, um die Wurzeln der empfindlichen Baumsetzlinge zu kräftigen.
Durch die neuen Wälder entsteht eine ökologisch wertvolle Landschaft von grossem Erholungswert, die auch das regionale Klima verbessert. Die Wälder schützen die Bodendecke vor Erosion durch Wind und Regen. Auch wirken sie der Verwüstung entgegen. In Israel sind bereits viele Quadratkilometer ehemaliger Wüste inzwischen Wald.
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